Fertig gesiebter Kompost
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Schwarzes Gold: richtig kompostieren

Bevor es im Frühling an die Beete geht, muss zunächst die Abfall-Sammelstelle aus dem letzten Jahr umgesetzt werden und die Miete aus dem vorletzten Jahr kann endlich gesiebt werden, um frischen Kompost zu erhalten – das schwarze Gold des Gartens.

Ein nachhaltiger Stoffkreislauf

Eine gesunde Kompostwirtschaft im Garten sorgt nicht nur für einen nachhaltigen Stoffkreislauf und damit einen positiven Beitrag gegen den Klimawandel, sondern auch für eine Entlastung des eigenen Geldbeutels. Denn aus nahezu allen Garten- und Küchenabfällen kann neue fruchtbare Erde entstehen, die für Pflanzen wichtige Nährstoffe liefert. Dazu mischen Sie torffreie Erde mit dem eigenen Kompost und Sand in gleichmäßigem Verhältnis. Der Kompost sollte im Optimalfall bereits vorher sparsam mit Hornspänen und weiteren Düngern angereichert werden, damit die Pflanzen dann mit ausreichend Stickstoff versorgt werden können. Sie finden unterschiedliche Düngemittel und Hornspäne unter anderem bei OSCORNA, einem mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifizierten Betrieb.

Frisch umgesetzte Kompostmiete
© BMK / Müller

Eine frisch umgesetzte Kompost-Miete aus dem vorigen Jahr

Tipps für den eigenen Kompost:

  • Halbschattiger Platz im Garten mit direktem Kontakt zum Unterboden
  • Keine von Schädlingen befallenen oder kranke Abfälle
  • Gute Durchmischung von Küchen- und Gartenabfällen
  • Regelmäßiges Gießen gegen Austrocknung
  • Bei Bedarf Effektive Mikroorganismen („EMs“) einsetzen
  • Schwer verrottende Abfälle, wie bspw. Föhrennadeln, Zapfen, Avocadokerne und -schalen, Nussschalen etc., vermeiden
  • Zwischendurch und oberste Schicht aus fertigem Kompost für eine bessere Rotte
  • Nach dem Sieben Regenwürmer und andere Nützlinge in die aktuelle Miete setzen

Leere Sammelstelle
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Die leere Sammelstelle steht nach dem Sieben bereit

Betriebliche Kompostwirtschaft mit dem Umweltzeichen

Ein Beispiel für vorbildliche betriebliche Kompostwirtschaft in der Tourismusbranche liefert das Hotel Schwärzler aus Bregenz. Bereits seit einigen Jahren hat der Umweltzeichen-zertifizierte Betrieb ein umfassendes Abfallwirtschaftskonzept und nutzt in diesem Rahmen unter anderem den bioBOY der Firma REWIN Austria. Dabei handelt es sich um ein modernes Abfallsystem für sämtliche Speise- und Getränkeabfälle aus der Küche, welches aus diesen ein homogenes Gastro-Substrat herstellt. Dieses wiederum kann dann zur Erzeugung von Energie, Düngern und Treibstoffen weiterverwertet werden.

REWIN bioBOY Abfallsystem
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Das Abfallsystem REWIN bioBOY im Hotel Schwärzler in Bregenz